Spanking ist, vereinfacht gesagt, ein
erotisches Spiel, bei dem man dem/der Partner/in den Po verhaut oder sich
verhauen lässt. Manche bevorzugen dabei bestimmte Schlaginstrumente, andere
mögen es lieber mit der Hand.
Zu den verschiedenen Möglichkeiten will ich
mich hier nicht im einzelnen auslassen, das hat nämlich schon
Chris
in seinem Spanking-Guide getan. Die eine oder andere davon habe ich schon an
einer 'frechen Göre' ausprobiert und kann sie wirklich weiter empfehelen :-)
Da wohl viele ihrem Partner beim Sex oder
auch sonst gern mal einen spielerischen Klaps geben, gibt es keine scharfe
Grenze zwischen Spankingfans auf der einen und dem Mainstream auf der anderen
Seite. Allerdings spielt für Leute wie mich im Gegensatz zu den meisten anderen
Menschen dieser Aspekt eine Hauptrolle in meinen Wünschen und Vorstellungen.
Genausowenig kann man Spanking und SM scharf voneinander abgrenzen. Es gar nicht zu tun, wäre allerdings ebenso falsch. Natürlich kann man Spanking als eine SM-Praktik auffassen, diese Sichtweise lässt allerdings außer acht, daß die meisten Spankos die anderen SM-Techniken in der Regel eher kalt lassen. Für mich zumindest geht es dabei auch nicht vorrangig um das Zufügen von Schmerzen oder totale Unterwerfung, sondern um eine bestimmte Art von Nähe und Geborgenheit.
Es bleibt die Frage, wieso die einen darauf stehen, die anderen eben nicht. Diskriminierende Theorien, wie z.B. die Behauptung, "sexuell abweichendem Verhalten" läge eine "Degeneration des Gehirns" zugrunde, sind überholt und gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.
Interessanter ist da schon die Vorstellung von Stoller aus dem Jahr 1976, der Sexualität generell als Aufarbeitung frühkindlicher Erlebnisse, Frustrationen und Traumata deutet. Während der sexuellen Erregung würden nun nachträglich Niederlagen in Siege, Ängste in Triumphe umgewandelt. Das ganze ist für ihn ein symbolischer Akt von Konfliktlösung und Befreiung, woraus er den Schluß zieht, das Angst, Gefahr und Risiko unverzichtbare Bestandteile einer lustvollen und befriedigenden Sexualität sind. Nun könnte man daraus den etwas zweifelhaften Schluß

ziehen, daß nur Menschen mit einer verkorksten Kindheit ein befriedigendes Sexualleben haben, in der Realität dürfte wohl eher das Gegenteil der Fall sein. Es kann schon sein, daß bei manchen aus dem Erziehungsstil der Eltern später eine Vorliebe für Spanking wurde.
Vielleicht sind solche "verbotenen" Praktiken wie Spanking oder SM aber auch einfach ein Mittel, um spielerisch Angst, Gefahr und Risiko zu simulieren, auch wenn man (wie ich) eine ziemlich unproblematische Kindheit gehabt hat.